Kurzzeitpflege

Sie sind hier: | Alten- & Krankenpflege | Hauptleistungsbeträge | Pflegedienstleister finden |
|
Entlastungsbetrag | Wohnumfeldverbesserung | Pflegegeld | Pflegesachleistungen | Verhinderungspflege |
|
Tages- u. Nachtpflege | Kurzzeitpflege | Häusliche Krankenpflege | Pflegehilfsmittel zum Verbrauch |

 

Kurzzeitpflege

  • Vollstationäre Pflege in einem Pflege- oder Seniorenheim für einen begrenzten Zeitraum.
  • Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf acht Wochen pro Kalenderjahr beschränkt.
  • Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen einschließlich der Aufwendungen für Betreuung und für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege.

Ansprüche je Kalenderjahr:

Pflegegrad 1
Pflegegrad 2 – 5
125 Euro

Der Entlastungsbetrag kann für die Kurzzeitpflege eingesetzt werden.

1.612 Euro

Bei zusätzlicher Übertragung der noch nicht in Anspruch genommenen Mittel
der Verhinderungspflege nach § 39 Absatz 1 Satz 3 SGB XI
bis zu

3.224 Euro

Wenn die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden kann und auch teilstationäre Pflege nicht ausreicht, besteht in Pflegegrad 2 – 5 nach § 42 SGB XI Anspruch auf Kurzzeitpflege. Dies gilt für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen oder in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

In begründeten Einzelfällen besteht auch Anspruch auf Kurzzeitpflege in geeigneten Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen und anderen geeigneten Einrichtungen, wenn die Pflege in einer von den Pflegekassen zur Kurzzeitpflege zugelassenen Pflegeeinrichtung nicht möglich ist oder nicht zumutbar erscheint. Wenn in dem Entgelt für die Einrichtung Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Aufwendungen für Investitionen enthalten sind, ohne gesondert ausgewiesen zu sein, sind 60 % des Entgelts zuschussfähig. In begründeten Einzelfällen kann die Pflegekasse in Ansehung der Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie der Aufwendungen für Investitionen davon abweichende pauschale Abschläge vornehmen. Der Anspruch auf Kurzzeitpflege besteht auch in Einrichtungen, die stationäre Leistungen zur medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation erbringen, wenn während einer Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation für eine Pflegeperson eine gleichzeitige Unterbringung und Pflege des Pflegebedürftigen erforderlich ist.

Kurzzeitpflege kann beispielsweise in folgenden Krisensituationen in Anspruch genommen werden:
  • Wenn ein pflegender Angehöriger in den Urlaub fährt oder durch einen sonstigen Grund verhindert ist, krank wird, versorgt werden oder stationär aufgenommen werden muss.
  • Wenn die Zeit überbrückt werden muss, bis ein geeigneter Heimplatz gefunden ist.
  • Wenn ein alleinstehender Mensch nach einem Krankenhausaufenthalt pflegebedürftig ist und sich nicht selbst versorgen kann.
  • Wenn nach einer stationären Behandlung eine Nachsorge durch Pflegefachpersonal nötig ist.
  • Wenn nach einem Krankenhausaufenthalt alles Notwendige für die Pflege und Betreuung zu Hause organisiert werden muss, z. B. Pflegebett, Hilfsmittel, Pflegedienst usw.

Kosten für Unterkunft und Verpflegung

Zu den Kosten der Kurzzeitpflege kommen außerdem Tagessätze für Unterkunft und Verpflegung hinzu, die vom Pflegebedürftigen zu tragen sind. Da die Tagessätze der Einrichtungen unterschiedlich sind, sollten die Angebote der Einrichtungen aufgeschlüsselt sein, damit sie einfach verglichen werden können.

Sind in dem Entgelt für die Einrichtung Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Aufwendungen für Investitionen enthalten, ohne gesondert ausgewiesen zu sein, so sind 60 vom Hundert des Entgelts zuschussfähig. In begründeten Einzelfällen kann die Pflegekasse in Ansehung der Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie der Aufwendungen für Investitionen davon abweichende pauschale Abschläge vornehmen.

Umwandlung

Der Leistungsbetrag kann um bis zu 1.612 EUR aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Verhinderungspflege nach § 39 Absatz 1 Satz 3 SGB XI auf insgesamt bis zu 3.224 EUR im Kalenderjahr erhöht werden. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege nach § 39 Absatz 1 Satz 3 angerechnet.

Der Unterschied zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Für die Inanspruchnahme einer Verhinderungspflege ist eine sogenannte Vorauspflege erforderlich. Das heißt, der Pflegebedürftige muss durch eine Pflegeperson mindestens 6 Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt worden sein. Diese Frist entfällt bei der Kurzzeitpflege, sie kann in Anspruch genommen werden, wenn der Pflegebedürftige mindestens den Pflegegrad 2 erhält. Dies kann innerhalb einer Woche rückwirkend geschehen.

Die Verhinderungspflege wird normalerweise ambulant durchgeführt. Die Inanspruchnahme von Verhinderungspflege wird nicht auf den Anspruch von Kurzzeitpflege angerechnet. Wenn der kalenderjährliche Anspruch auf Verhinderungspflege vollständig in Anspruch genommen wurde, kann Kurzzeitpflege beansprucht werden. Beispielsweise wenn im selben Kalenderjahr aufgrund einer Krisensituation der Wegfall der häuslichen Pflege erneut überbrückt werden muss.


Weitere Informationen: | Verhinderungspflege |


Nutzen Sie CareIO.de für die Ermittlung Ihres Hilfebedarfs

Das Pflegeportal CareIO.de bietet Betroffenen mehrere Möglichkeiten, um ihren persönlichen Hilfebedarf zu ermitteln. Nach der Beantwortung eines umfassenden Fragenkatalogs werden passende Angebote für die individuellen Anforderungen aufgeführt. Daneben besteht auch die Möglichkeit aus vordefinierten Bedarfsfällen eine Auswahl zu treffen, um für häufig vorkommende Lebenssituationen passende Hilfsangebote zu erhalten. In einer übersichtlich strukturierten Angebotsauswahl können alle verfügbaren Hilfsangebote auch direkt ausgewählt werden.

Nach der Registrierung eines Benutzerkontos auf www.careio.de können die Daten des individuellen Hilfebedarfs gespeichert und weiter bearbeitet werden. Es ist u. a. möglich, Anbieter für die Leistungserbringung auszusuchen und die Einsätze und Kosten zu planen. Sehr nützlich sind auch die Ausgabemöglichkeiten (PDF-Format), die auf dem Pflegeportal CareIO.de zur Verfügung stehen: z. B. das Pflegebuch mit allen aktuellen pflegerelevanten Daten, die im Benutzerkonto gespeichert sind oder der aktuelle Ausdruck des bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP) und einiges mehr. Patienten, die keine Pflegeberatung wünschen, können den Medikationsplan auf CareIO-Medic.de nutzen.

Weitere Informationen zum Pflegeportal:

| Was ist CareIO | Testen Sie CareIO | Benutzerkonto | Gutschein-Code | Beratung anfordern |

Weitere Informationen zum Medikationsplan:

| Wie funktioniert CareIO-Medic | Medikationsplan | AMTS | Benutzerkonto | Gutschein-Code |


Kompetente Unterstützung durch professionelle Pflegeberatung

Wenn Unklarheit darüber besteht, welche der angebotenen Leistungen die passenden für Ihren Hilfebedarf sind, ist es ratsam, eine professionelle Pflegeberatung zu beanspruchen. Mit der Direktsuche auf der Startseite von CareIO.de können Pflegeberater und Dienstleister aus der Umgebung gefunden werden – vom ambulanten Pflegedienst bis zum Handwerker, der das Bad umbaut.

Wenn Sie ein Benutzerkonto auf CareIO.de registriert haben, können Sie ein Leistungsangebot für die Suche nach einem Anbieter auswählen, über das Portal mit den Leistungserbringern kommunizieren und einiges mehr. Die Registrierung eines Benutzerkontos ist die Voraussetzung um die Anwenderdaten eindeutig zuordnen zu können.