Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Sie sind hier: | Alten- & Krankenpflege | Hauptleistungsbeträge | Pflegedienstleister finden |
|
Entlastungsbetrag | Wohnumfeldverbesserung | Pflegegeld | Pflegesachleistungen | Verhinderungspflege |
|
Tages- und Nachtpflege | Kurzzeitpflege | Häusliche Krankenpflege | Pflegehilfsmittel zum Verbrauch |

 

Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds

  • Durch die wohnumfeldverbessernden Maßnahmen sollen für den Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung wieder hergestellt oder erhalten werden
  • und/oder eine schwerere Pflegebedürftigkeit vermieden werden.
  • Anspruch bis zu 4.000 Euro je Maßnahme bei Pflegegrad 1 – 5.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen nach § 40 Abs. 4 SGB XI können für den vorhandenen Wohnraum, aber auch im Zusammenhang mit einem Umzug in eine neue Wohnung gewährt werden. Die Voraussetzung ist, dass die wohnumfeldverbessernden Maßnahmen auf die individuellen Anforderungen des Pflegebedürftigen ausgelegt sind.

Eine Zuschussgewährung kommt in Betracht, wenn durch die Maßnahmen die häusliche Pflege überhaupt erst ermöglicht wird, die häusliche Pflege erheblich erleichtert und damit eine Überforderung der Pflegebedürftigen oder der Pflegepersonen verhindert wird oder für die Pflegebedürftigen eine möglichst selbstständige Lebensführung wieder hergestellt werden kann und so die Abhängigkeit von personeller Hilfe verringert wird.

Reine Modernisierungsmaßnahmen zählen nicht zu den Maßnahmen, die bewilligt werden können.

Die Leistung ist auf 4.000 EUR je Maßnahme begrenzt. Sollten die tatsächlichen Kosten niedriger sein, muss die Pflegekasse nur die tatsächlich angefallenen Kosten der Maßnahme erstatten. Wenn die Kosten für die Maßnahme 4.000 Euro überschreiten, müssen die Mehrkosten privat getragen werden.

Der Leistungsbetrag kann für folgende Maßnahmen bzw. technische Hilfen im Haushalt bewilligt werden:

●  Maßnahmen, mit denen die Wohnumgebung an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen angepasst werden (z. B. Einbau von Fenstern mit Griffen in rollstuhlgerechter Höhe, Aufzüge, Treppenlifter).

  Maßnahmen, die einen wesentlichen Eingriff in die Bausubstanz erfordern und damit dem Gebäude auf Dauer hinzugefügt werden (z. B. Austausch der Badewanne durch eine bodengleiche Dusche, Türverbreiterung).

  Technische Hilfen im Haushalt (z. B. Einbau und Umbau von Mobiliar, welches an die Erfordernisse der Pflegesituation individuell angepasst wird).

Folgende Kosten der Maßnahme können für die Festsetzung des Zuschusses berücksichtigt werden:

●  Materialkosten, dies gilt auch dann, wenn die Ausführung von Nicht-Fachkräfte vorgenommen wird,

●  Durchführungshandlungen,

●  Arbeitslohn und ggf. Gebühren, z. B. für Genehmigungen.

Wenn die wohnumfeldverbessernden Maßnahmen von Bekannten, Angehörigen oder Nachbarn ausgeführt werden, sind die tatsächlichen Aufwendungen zugrunde zu legen, z. B. ein Verdienstausfall oder Fahrkosten. Es ist keine nochmalige Bezuschussung möglich, wenn sich die Pflegekasse an einer wohnumfeldverbessernden Maßnahme beteiligt hat und deren Einbau oder Umbau repariert oder gewartet werden muss. Sollten weitere Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds erforderlich werden weil sich die Pflegesituation geändert hat, handelt es sich um eine erneute Maßnahme, für die ein weiterer Zuschuss in Höhe von bis zu 4.000 EUR geleistet werden kann. 


Weitere Informationen: | Wohnberatung | Bauliche Veränderungen – Unterstützung bei der Körperpflege | Wohnen im Alter |


Nutzen Sie CareIO.de für die Ermittlung Ihres Hilfebedarfs

Das Pflegeportal CareIO.de bietet Betroffenen mehrere Möglichkeiten, um ihren persönlichen Hilfebedarf zu ermitteln. Nach der Beantwortung eines umfassenden Fragenkatalogs werden passende Angebote für die individuellen Anforderungen aufgeführt. Daneben besteht auch die Möglichkeit aus vordefinierten Bedarfsfällen eine Auswahl zu treffen, um für häufig vorkommende Lebenssituationen passende Hilfsangebote zu erhalten. In einer übersichtlich strukturierten Angebotsauswahl können alle verfügbaren Hilfsangebote auch direkt ausgewählt werden.

Nach der Registrierung eines Benutzerkontos auf www.careio.de können die Daten des individuellen Hilfebedarfs gespeichert und weiter bearbeitet werden. Es ist u. a. möglich, Anbieter für die Leistungserbringung auszusuchen und die Einsätze und Kosten zu planen. Sehr nützlich sind auch die Ausgabemöglichkeiten (PDF-Format), die auf dem Pflegeportal CareIO.de zur Verfügung stehen: z. B. das Pflegebuch mit allen aktuellen pflegerelevanten Daten, die im Benutzerkonto gespeichert sind oder der aktuelle Ausdruck des bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP) und einiges mehr. Patienten, die keine Pflegeberatung wünschen, können den Medikationsplan auf CareIO-Medic.de nutzen.

Weitere Informationen zum Pflegeportal:

| Was ist CareIO | Testen Sie CareIO | Benutzerkonto | Gutschein-Code | Beratung anfordern |

Weitere Informationen zum Medikationsplan:

| Wie funktioniert CareIO-Medic | Medikationsplan | AMTS | Benutzerkonto | Gutschein-Code |


Nehmen Sie die Hilfe eines professionellen Pflegeberaters in Anspruch.

Nach der Beantwortung des CareIO-Fragebogens werden passende Angebote für Ihre individuelle Bedarfskonstellation aufgeführt. Wenn Sie sich bei der Auswahl der Angebote für Ihren persönlichen Hilfebedarf unterstützen lassen möchten, können Sie sich über das Pflegeportal CareIO mit einem professionellen Pflegeberater vernetzen. Fast alle ambulanten Pflegedienste bieten auch eine Pflegeberatung an.